Medien zum Raketenangriff auf die Ukraine

10.10.2022

Daten zu Massenraketenangriffen von General Staff of the Armed Forces of Ukrain:

Die Russische Föderation hat 84 Marschflugkörper und 24 unbemannte Luftfahrzeuge eingesetzt, darunter 13 iranische Shahid-136.
56 Ziele wurden zerstört. Darunter sind 43 Marschflugkörper und 13 UAVs (10 davon Kamikaze-Typen).

«Frankenpost» (Hof) zum Raketenangriff auf die Ukraine

«Obendrein erweist sich der Kriegstreiber als erbärmlicher Lügner, wenn er die Raketenangriffe als »Reaktion auf Terrorschläge gegen russisches Gebiet« legitimiert. Putin dreht das Täter-Opfer-Schema um: Er ist der Täter, er überzieht die Ukraine mit Krieg, Tod, Zerstörung. Die tapferen Ukrainer sind diejenigen, die reagieren. Vergeltung dafür, dass jemand – es ist nicht klar, wer – Putins Krim-Brücke angegriffen hat, spielt hier die kleinste Rolle. Es geht einzig und allein darum, dass Putins Truppen auf dem Boden der Ukraine mit dem Angriffskrieg nicht vorankommen. Der frustrierte Kremlchef schlägt wütend um sich, um in Moskau von seinen Misserfolgen abzulenken, bevor sie ihn selbst Kopf und Kragen kosten.»

«Heilbronner Stimme» zum Krieg in der Ukraine

Eine weitere, schnelle Eskalation der Angriffe ist wahrscheinlich, doch viel mehr Spielraum dafür gibt es kaum. Die Ukrainer lassen sich nicht einschüchtern und der Westen wird seine Unterstützung nach dem gestrigen Tag ausweiten – entsprechende Signale kamen sogleich von der Nato. Was bleibt dann noch für Putin? Der Einsatz von Atomwaffen, den er vielfach angedroht hat? Die westlichen Alliierten, allen voran die USA, haben sehr klar gemacht, dass Putin diese Linie nicht überschreiten darf. Es wäre sein sicherer Untergang. So bleibt die Frage: Ist der Krieg in der Ukraine in einem furchtbaren Endstadium angelangt?

«Frankfurter Allgemeine Zeitung» zu Luftangriffe/Ukrainische Städte

(…) Der Westen hat zu Recht empört reagiert. Der Beschuss im mor-gendlichen Berufsverkehr ist genauso gewissenlos wie der russische Überfall selbst und wie die vielen Verbrechen, die Putin und seine Invasionsarmee sich schon haben zuschulden kommen lassen. Dass Russ-land noch den Luftraum von Moldau verletzte, ist da nur eine Fußnote, aber es ist bezeichnend für die weitgehende Rechtlosigkeit, die das Handeln des Kremls mittlerweile bestimmt. In Deutschland wird die Am-pelkoalition sogar aus den eigenen Reihen immer wieder dafür kriti-siert, dass sie angeblich nicht die richtigen Waffen an die Ukraine liefere. Das Luftverteidigungssystem, das Scholz schon im Sommer zu-gesagt hatte, kommt nun gerade recht.

Illustrationen: Генеральний штаб ЗСУ / General Staff of the Armed Forces of Ukraine

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